Auf ein Wort
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„Hoffnung haben wir als einen sicheren und festen Anker unsrer Seele.“ (Hebräer 6:19) Liebe Gemeinde, liebe Leserinnen und Leser, die Monate März, April und Mai, die dieser Gemeindebrief umfasst, führen uns durch eine inten- sive und bewegende Zeit im Kirchenjahr. Gerade in diesen Wochen spüren wir, wie sehr wir Hoffnung brauchen – eine Hoffnung, die trägt, stärkt und uns innerlich aufrichtet. Es ist die Hoff- nung, nach der sich unsere Seele sehnt. „Hoffnung haben wir als einen sicheren und festen Anker unsrer Seele“, schreibt der Apostel Paulus im Brief an die Hebräer. Dieser Gemeindebrief nimmt uns mit auf einen Weg durch besonders kostbare und zentrale Zei- ten unseres Kirchenjahres. Gemeinsam gehen wir im März an der Seite Jesu seinen Weg des Leidens bis ans Kreuz am Karfreitag. Im April dürfen wir das Wunder von Ostern feiern: die Aufer- stehung Jesu, das große Fest des Lebens, und seine Begegnungen mit den Menschen. Und im Mai öffnen wir uns neu für die Kraft des Heiligen Geistes an Pfingsten und für das Geheimnis Gottes im Fest der Trinitatis. All diese Wochen und Feste verbindet ein roter Faden: die Hoffnung. Eine Hoffnung, die unserer Seele Halt gibt und uns innerlich festmacht. Hoffnung ist eines der schönsten Geschenke, die Christus uns anvertraut. Sie ist mehr als ein Wunsch oder ein leises „Vielleicht“. In Jesus wird Hoffnung lebendig, tragfähig und verlässlich. Wie eine leise, beständige Melodie zieht sie sich durch die ganze Bibel und berührt unser Herz. Wir kennen das aus unserem eigenen Leben: Hoffnungen können enttäuscht werden. Pläne gehen nicht auf, Erwartun- gen zerbrechen, und manchmal bleiben Fragen und Schmer- zen zurück. Doch die Hoffnung, die wir von Christus her haben, ist anders. Sie gründet nicht in dem, was wir leisten oder kontrollieren können, sondern in Gott selbst. Darum trägt sie auch dann, wenn unsere Wege schwer sind. Während draußen das Licht und das Leben im Frühling wachsen, nehmen wir zugleich wahr, wie viel Dunkelheit unsere Welt bewegt: Kriege, Unfrieden, Sorgen um die Zukunft, wirtschaftliche und ökologische Herausforderungen. All das macht uns nachdenklich und manchmal auch müde. Umso tröstlicher ist die Zusage unseres Glaubens: Jesus hat den Tod überwunden und uns den Weg zum Leben in Fülle eröffnet. Ich wünsche uns allen für die Passionszeit, für Ostern und für Pfingsten, dass wir die lebendige Hoffnung im Herzen bewahren. Eine Hoffnung, die uns begleitet – leise und kraftvoll, still und zugleich stark. Möge diese Hoffnung uns festmachen in Gottes Liebe, uns Mut schenken für jeden neuen Tag und uns gewiss sein lassen: Gott ist da. Und er geht mit uns in eine Zukunft voller Leben. In herzlicher Verbundenheit, Ihre Pfarrerin Sandra Gintere Gebet: Guter Gott, du bist der Grund unserer Hoffnung und der Anker unserer Seele. Schenke uns Ver- trauen, wenn wir unsicher sind, Mut, wenn wir müde werden, und Licht, wenn unsere Wege dunkel erscheinen. Halte uns fest in deiner Liebe und erfülle unsere Herzen mit deiner lebendi- gen Hoffnung. Begleite uns durch diese Zeit und führe uns Schritt für Schritt in dein Leben. Amen. .
Evangelische FriedenskirchengemeindeHochsauerland
Pfarrerin Dr. Sandra Gintere